Violina Petrychenko

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Oberkasseler Matinée
26. Mai 2019
11:00
Kulturzentrum Altes Rathaus Oberkassel
Königswinterer Straße 720
Eintritt frei, Spende für die Musiker erwünscht

Poetische Präludien
in der slawischen Musik. Chopins Préludes gelten Kennern der romantischen Klaviertradition als Inbegriff des Poetischen. 24 Stücke, in denen Chopin eine reiche Palette an Gefühlen zeigt. Blitzschnell verändert Chopin dabei die Klangfangfarben und Stimmungen; ständig wechseln da die Emotionen und der Ausdruck. Ein Zyklus durch die zwölf Dur- und Molltonarten nach dem Vorbild der Präludien von Bach, dessen größter Teil 1838 auf Mallorca entstanden ist, während eines Winterurlaubs, den Chopin mit seiner Geliebten George Sand und ihren Kindern auf der spanischen Insel verbrachte. Die Werke Szymanowskis werden oft als Amalgam mehrerer Einflüsse beschrieben, manchmal auch als polnischer Impressionismus bezeichnet. Sicherlich hat sich der Komponist von der französischen und russischen Moderne, insbesondere von Strawinski und Ravel, inspirieren lassen. Sein op. 1 gehört noch noch in die romantische Tradition der Musik seines Landsmannes F. Chopin. Die neun Präludien, die er im Alter von 19 ahren geschrieben hat, zeigen eine unglaubliche Tiefe und Reife. Zu Zeiten Karol Szymanowskis war das Land weit von jeder Stabilität entfernt, was der Musik des kompositorischen Pioniers Szymanowski deutlich anzuhören ist. Der Name Vasyl Barvinskis war für lange Zeit in Vergessenheit geraten, nachdem ihn die Sowjetmacht regelrecht vernichtet hatte. Erst heute, 130 Jahre nach seiner Geburt, erklingt seine Musik wieder in Europa. Das Präludium, bisweilen lyrisch, bisweilen dramatisch, trägt die typischen Züge der slawischen Musik zu Beginn und erzeugt eine berührende Atmosphäre der damaligen Salonmusik.

Frédéric Chopin
24 Präludien op. 28 (1836-1839) Pause
Karol Szymanowski
Neun Präludien, Op. 1 (1901)
Vasyl Barvinsky Fünf Präludien (1908)